Die Mikro-Computertomographie (µCT) ermöglicht eine zerstörungsfreie, dreidimensionale Analyse von Elektrolytkondensatoren (ELKOs) mit hoher Detailtreue. Die vorliegenden Scans wurden bei einer Voxelgröße von 10 µm durchgeführt, wodurch der charakteristische, spiralförmige Lagenaufbau aus Anoden- und Kathodenfolien sowie Separatoren klar und kontrastreich sichtbar wird. Diese hohe strukturelle Auflösung erlaubt eine präzise Bewertung der Wickelhomogenität, lokaler Defekte und potenzieller Delaminationen innerhalb des komplexen Schichtsystems.
Im PEMOWE-Projekt werden diese µCT-Daten gezielt zur Generierung von Trainingsdatensätzen für datengetriebene Super-Resolution-Ansätze genutzt. Durch die Kombination hochaufgelöster Referenzdaten mit künstlich degradierten Datensätzen können robuste Modelle zur Rekonstruktion feiner Mikrostrukturen entwickelt werden. Gleichzeitig ermöglicht die µCT die Analyse von Veränderungen im Lagenaufbau infolge zyklischer elektrischer Belastung, beispielsweise durch Materialdegradation, Gasbildung oder strukturelle Umlagerungen, und liefert damit wertvolle Erkenntnisse zum Alterungs- und Ausfallverhalten von ELKO-Kondensatoren.