Die Bestimmung der räumlichen Auflösung stellt einen zentralen Qualitätsparameter in der mikrocomputertomographischen Bildgebung dar. Zur quantitativen Evaluierung wurde ein hochpräzises QRM-Auflösungsphantom bei einer Voxelgröße von 1 µm untersucht. Das Phantom enthält definierte Linien- und Punktstrukturen mit variierenden Frequenzen, die eine direkte Beurteilung der Modulationsübertragungsfunktion (MTF) sowie der detektierbaren Grenzauflösung ermöglichen. Durch die Analyse der feinsten noch eindeutig trennbaren Linienpaare konnte die effektive Systemauflösung unter realistischen Messbedingungen bestimmt werden.
Die Ergebnisse zeigen, dass bei einer nominellen Voxelgröße von 1 µm eine klare Differenzierung hochfrequenter Strukturen möglich ist, wobei systembedingte Einflüsse wie Fokusgröße der Röntgenquelle, Detektorrauschen und Rekonstruktionsparameter die effektive Auflösung limitieren. Ergänzend wurden Grauwerthistogramme und Linienprofile ausgewertet, um Kontrast- und Signal-Rausch-Verhältnis (SNR/CNR) in Abhängigkeit der Strukturgröße zu charakterisieren. Die Verwendung standardisierter Phantome ermöglicht somit eine reproduzierbare und vergleichbare Bewertung der Bildqualität und bildet eine wesentliche Grundlage für die Optimierung von Scanparametern sowie für Anwendungen im Bereich der hochauflösenden Werkstoffcharakterisierung.